Tour de Feminin
..oder auch Tour der Qualen genannt! Die UCI Rundfahrt für die Elite Frauen findet im tschechischen Krasna Lipa, was übersetzt “schöne Linde” bedeutet, statt. Dieser Ort in der Nähe der deutschen und polnischen Grenze weist genau diese Schönheit auf: grüne Wälder, klare Seen und fast unbefahrene Straßen- ein Paradies für Radfahrer. Abgesehen von unserer Unterkunft, die von dieser erwähnten Schönheit stark abwich, gehört diese Rundfahrt landschaftlich zu meinen Favoriten. Diesmal war ich mit dem Frauen Elite Nationalteam am Start.
Da ich die Tour de Feminin als eine Vorbelastung für die Europameisterschaft am kommenden Sonntag sah, beschloss ich bereits zu Hause frühzeitig auszusteigen um nicht der Müdigkeit zu verfallen. Somit waren meine Pläne genau festgelegt: ich wollte mich richtig “vernichten” und auf kein Ergebnis schauen!
Bereits am ersten Tag gelang mir diese “Vernichtung”. 108km mit 1600 Höhenmetern mussten bewältigt werden. Ein richtiger “Berg” war jedoch nicht vorhanden, außer jener ins Ziel. Ein flaches Stück konnte diese Strecke auch nicht aufweisen. Ich hatte des öfteren zu kämpfen mich im 175 Frau starken Starterfeld zu behaupten und fuhr deshalb sehr viel am Ende des Feldes. Trotzdem gelang es mir mich bis 4km vor dem Ziel im Hauptfeld zu halten, jedoch überfielen mich Krämpfe am Zielanstieg, weshalb ich mit 3 Minuten Rückstand auf die Siegerin über die Linie rollte.
Der zweite Tag lief schon um einiges besser. Die Strecke verlief erneut nur bergauf und bergab (wieder über 1500 Höhenmeter). Ich hatte im Zielsprint leider eine sehr schlechte Ausgangsposition und konnte mir “nur” den 29. Platz sichern.
Den Kampf gegen die Uhr am darauffolgenden Tag ging ich eher “langsam” an, da ich wusste, dass ich keine gute Platzierung rausfahren würde. Die Siegerin Hanka Kupfernagel fuhr die 21,5km (200 Höhenmeter) mit einem Schnitt von 47km/h. Eine beachtliche Leistung!
Und siehe da, meine letzte Etappe stand schon am Programm. Erneut mit ca 100km und 1400 Höhenmetern. Es bildete sich eine Spitzengruppe von 6 Frauen, die man leider erst sehr spät bemerkte. Der Abstand wurde immer größer und das Feld tat nichts dagegen. Trotzdem lief es bei mir an dem Tag beinahe wie von alleine. Ich hatte sehr gute Beine, hatte keine großen Probleme in den Bergen und freute mich auf den Zielsprint. Voila, ich sicherte mir den 5. Platz des Hauptfeldes und somit Rang 11 an diesem Tag. Mit gutem Gewissen konnte ich somit meine Rundfahrt beenden.
Morgen reise ich mit dem Nationalteam nach Offida (Italien) um am Sonntag, wie bereits oben erwähnt, bei der Europameisterschaft zu starten. Konkrete Ziele habe ich mir nicht festgelegt, ich habe mich sehr gut vorbereitet und werde mein bestes geben.
Mit sportlichen Grüßen
Tina
Da ich die Tour de Feminin als eine Vorbelastung für die Europameisterschaft am kommenden Sonntag sah, beschloss ich bereits zu Hause frühzeitig auszusteigen um nicht der Müdigkeit zu verfallen. Somit waren meine Pläne genau festgelegt: ich wollte mich richtig “vernichten” und auf kein Ergebnis schauen!
Bereits am ersten Tag gelang mir diese “Vernichtung”. 108km mit 1600 Höhenmetern mussten bewältigt werden. Ein richtiger “Berg” war jedoch nicht vorhanden, außer jener ins Ziel. Ein flaches Stück konnte diese Strecke auch nicht aufweisen. Ich hatte des öfteren zu kämpfen mich im 175 Frau starken Starterfeld zu behaupten und fuhr deshalb sehr viel am Ende des Feldes. Trotzdem gelang es mir mich bis 4km vor dem Ziel im Hauptfeld zu halten, jedoch überfielen mich Krämpfe am Zielanstieg, weshalb ich mit 3 Minuten Rückstand auf die Siegerin über die Linie rollte.
Der zweite Tag lief schon um einiges besser. Die Strecke verlief erneut nur bergauf und bergab (wieder über 1500 Höhenmeter). Ich hatte im Zielsprint leider eine sehr schlechte Ausgangsposition und konnte mir “nur” den 29. Platz sichern.
Den Kampf gegen die Uhr am darauffolgenden Tag ging ich eher “langsam” an, da ich wusste, dass ich keine gute Platzierung rausfahren würde. Die Siegerin Hanka Kupfernagel fuhr die 21,5km (200 Höhenmeter) mit einem Schnitt von 47km/h. Eine beachtliche Leistung!
Und siehe da, meine letzte Etappe stand schon am Programm. Erneut mit ca 100km und 1400 Höhenmetern. Es bildete sich eine Spitzengruppe von 6 Frauen, die man leider erst sehr spät bemerkte. Der Abstand wurde immer größer und das Feld tat nichts dagegen. Trotzdem lief es bei mir an dem Tag beinahe wie von alleine. Ich hatte sehr gute Beine, hatte keine großen Probleme in den Bergen und freute mich auf den Zielsprint. Voila, ich sicherte mir den 5. Platz des Hauptfeldes und somit Rang 11 an diesem Tag. Mit gutem Gewissen konnte ich somit meine Rundfahrt beenden.
Morgen reise ich mit dem Nationalteam nach Offida (Italien) um am Sonntag, wie bereits oben erwähnt, bei der Europameisterschaft zu starten. Konkrete Ziele habe ich mir nicht festgelegt, ich habe mich sehr gut vorbereitet und werde mein bestes geben.
Mit sportlichen Grüßen
Tina












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